Samstag, 18. März 2017

Wie kann einem einer, der zu den engsten Menschen gehört, plötzlich so fremd vorkommen?
So kalt, so fern, so fremd.

Alles in mir zieht sich zusammen. Irgendwie wird mir schlecht. Die Tränen, die ich vergieße, bilden einen Strom. Nimm mich mit, lieber Fluss. Trag mich weit, weit fort.

Ich bekomme keine Luft. Alles erdrückt mich, alles zieht sich in mich. Vielleicht verschwinde ich, wenn mein Körper sich selbst aufgefressen hat.

So kalt, so fern, so fremd.
Ich schliesse meine Augen und versuche mich an die Zeit zu erinnern, wo wir einander nah warn, vertraut, geliebt.

Schwestern eben.





Montag, 12. Dezember 2016

Ich vermisse dich.

Ich wäre gerne bei dir. Mit dir. Hier, auf dieser Erden. Ich spreche mir tröstende Worte zu, versuche, zum Himmel zu sehen bei Nacht, den Stern zu finden, auf dem du sitzt und lachst. Es gelingt mir nicht. Alles was ich sehe ist ein dunkelblauer, fast schwarzer Himmel, und wenn ich Glück habe sehe ich zwischen all den Wolken den ein oder anderen Stern. Aber ich sehe nicht deinen Stern, ich sehe nicht dich, und dein Lachen ist ebenso fern wie du.
Ich weiß, dass du nicht weg bist. Du bist hier, überall.
Aber du bist nicht greifbar. Ich kann dich nicht anrufen, dir eine WhatsApp schreiben oder einfach mal vorbei kommen.
So gerne würde ich.
So vieles dass ich dir erzählen möchte. Dir sagen möchte, wies mir geht, weil du das immer so gut verstanden hast.
Aber du bist nicht da - du bist überall, aber nicht hier. Und du fehlst mir. Ich hoffe, dir geht es gut. Ich bete, dir geht es besser, da wo du jetzt bist. Dass du deinen Frieden finden kannst, deine Schmerzen und dein Leiden dich freigeben. Ich hoffe, dass du dich selber finden konntest.
Ich bitte dich. Geb mir ein Zeichen, ein klitzekleines Symbol, wenn du grad bei mir vorbei schaust. Damit ich weiß, dass du da bist und ich ein kleines bisschen mit dir Lachen kann.

deine Tochter





Sonntag, 6. November 2016

»Wenn du nachts den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!«

Und er lachte wieder.

»Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, gerade so, zum Vergnügen... Und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst. Dann wirst du ihnen sagen: 'Ja, die Sterne, die bringen mich immer zum Lachen!'«





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